DAB+ ist empfangbar

  • Jetzt ist offensichtlich die Zukunft des Radios auch in Elbrinxen Gegenwart. Seit Anfang August sendet der Mast vom Köterberg das DAB+-Signal. Noch sind nur die budnesweit eingespeisten Sender zu empfangen. Bald sollen aber auch die WDR- und NDR-Wellen hörbar sein. DAB+ hat gleich mehrere Vorteile:
  • Größere Programmvielfalt und Programmauswahl: Alle UKW-Frequenzen sind bereits vergeben. Mit DAB+ können auf einem Frequenzblock mehrere Programme verbreitet werden. Durch diese effizientere Verbreitung in den terrestrischen Frequenzen können insgesamt mehr Programme ausgestrahlt werden, darunter auch Spartenprogramme (z.B. Heimat, Information, Klassik, Schlager). Es gibt mehr Angebote für den persönlichen Geschmack und die Möglichkeit zur individuelleren Auswahl.
  • Zusatzinformationen: DAB+ erlaubt den Mitversand von Zusatzinformationen in Text und/oder Bild („Slideshow“) parallel zum Programm. Sie werden je nach Display auf dem Digitalradio angezeigt. Dazu zählen Wetterkarten, Programmübersichten (EPG) und Infos wie Nachrichtenschlagzeilen oder Musiktitelanzeigen.
  • Frequenzen finden und merken nicht mehr nötig: dank des automatischen Sendersuchlaufs. Digitalradios zeigen danach auch immer an, welche Programme am jeweiligen Standort verfügbar sind.
  • Besserer Klang: in CD-Qualität, rauschfrei. Laut ist laut und leise ist leise.

Wer nun ein Gerät kaufen will, der kann mal bei Elektro Köller in Rischenau vorbeischauen. Dort gibt es Geräte bereits ab 30 Euro.

Immer mehr Digitalradios

Digitalradio ist in Deutschland auf dem Vormarsch. Wie aus dem am Montag (09.09.2019) von den Landesmedienanstalten veröffentlichten Digitalisierungsbericht Audio hervorgeht, gibt es jetzt in knapp 23 Prozent der Haushalte ein Radio, mit dem DABplus empfangen werden kann. Das sind 34 Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt gibt es in Deutschland nach Angaben des Digitalradio Büros Deutschland 14,6 Millionen Geräte, die DABplus empfangen können. Die Zahl der Autoradios mit DABplus-Emfpang verdoppelte sich nach diesen Angaben innerhalb eines Jahres auf 4,4 Millionen.

Niedersachsen holt auf

Die meisten Haushalte mit DABplus-Radios gibt es den Angaben zufolge in Bayern: Hier haben knapp 30 Prozent der Haushalte ein solches Radio, gefolgt von Sachsen mit knapp 26 Prozent und Baden-Württemberg mit 24 Prozent. Am wenigsten verbreitet ist das Digitalradio in Brandenburg, hier haben nur 16 Prozent der Haushalte ein entsprechendes Gerät. Niedersachsen, das im vergangenen Jahr noch mit 14 Prozent das Schlusslicht bildete, hat stark aufgeholt: Hier verfügen inzwischen 22 Prozent der Haushalte über ein Radio mit DABplus-Empfang.

Nur wenige Sender in NRW

In ganz Deutschland können nach Angaben des Digitalradio Büros Deutschland 260 Radioprogramme empfangen werden. Die Zahl der Sender schwankt stark von Bundesland zu Bundesland. Während in Bayern mehr als 100 regionale und lokale Privatsender digital verbreitet werden, gibt es in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen nur jeweils einen. Die Sender des Deutschlandradios und neun Privatsender werden in allen Bundesländern digital verbreitet, ebenso wie die jeweiligen öffentlich-rechtlichen Radiosender der Region.

Der Digitalisierungsbericht wird jährlich von den Medienanstalten veröffentlicht. Im Bereich Audio fasst er aktuelle Trends und Entwicklungen im Hörfunk zusammen und bündelt Informationen zur digitalen Audionutzung, etwa im Internet, über Podcasts, Musikstreamingdienste, Web- und Digitalradio-Angebote.

 

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