800 Jahre Elbrinxen – Ein Fest für die Geschichtsbücher

Miteinander wird gross geschrieben

Zwei Jahre hat die Dorfgemeinschaft an der Feier anlässlich der ersten urkundlichen Erwähnung des Dorfes vor 800 Jahren gearbeitet. Am Wochenende 17./18. August 2019 kamen viele Menschen, um dieses Ereignis mit den Elbrinxern zu feiern.

Beim Festakt auf dem ehemaligen Schulhof, musikalisch umrahmt von den Elbrinxer Jagdhornbläsern, sprach Bürgermeister Heinz Reker in seinem Grußwort von einer gelebten Gemeinschaft. Das bürgerschaftliche Engagement in Elbrinxen sei das Herzstück des Dorfes. „Das Miteinander und Füreinander wird hier besonders groß geschrieben“, so Reker. Elbrinxen habe schon viele Herausforderungen gemeistert und sich durch Rückschläge nicht unterkriegen lassen. Man habe sich nicht verstrickt in die Analyse der Probleme, sondern sei lösungsorientiert vorgegangen. Elbrinxen sei Heimat, für die man sich einsetze. Dies sei die beste Basis und ein Garant für eine gute Zukunft, sagte der Bürgermeister.

Gemeinschaft ist Rückhalt und Orientierung

Der stellvertretende Landrat Kurt Kalkreuter (SPD) lobte die starke Dorfgemeinschaft. Sie biete in einer immer unüberschaubarer werdenden Welt Rückhalt und Orientierung. Dieses Heimatgefühl gelte es zu bewahren. „Setzen sie sich auch in Zukunft dafür ein, dass Elbrinxen ein lebendiges Dorf bleibt mit einem regen Vereinsleben.“ Dabei könne auch das Smart Country Side Projekt helfen, das den persönlichen Kontakt mit einer eigenen Intersetseite und der Dorfapp ergänze.

Gebietsreform vor 50 Jahren

Festredner und Stadtdirektor a.D., Dieter Will, legte in seiner Rede den Schwerpunkt auf die Gebietsreform vor 50 Jahren, im deren Rahmen die selbständige Gemeinde mit der Stadt Lügde zusammengeschlossen wurde.

Danach war die Festmeile eröffnet. Hunderte Besucher strömten entlang der Fototafeln mit Bildern aus dem Dorfleben durch den Ort bis hinter die Kirche. Dort war ein historisches Dorf aufgebaut – mit alten landwirtschaftlichen Geräten. Mit zwei Dreschmaschinen und einer Windfege wurde demonstriert, wie früher gearbeitet wurde. Außerdem konnten sich die Besucher ansehen, wie eine Sense geschärft wird und Seile gedreht werden. Neben Schweinen, einer Ziege, Kaninchen und Hühnern war die rollende Waldschule der Jäger samt einem lebendigen Falken dabei und es wurde ein Erntekranz gebunden. Im Gemeindehaus wurde Kuchen verkauft. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag war am Ende alles ausverkauft.

Alle Vereine sind dabei

Viele Vereine beteiligten sich am Fest. Die Feuerwehr, der Spielmannszug, der Sportverein, der Männergesangsverein, die Schützen, die DLRG, der Auswandererverein, der Heimat- und Verkehrsverein, der MSC  – alle waren im Einsatz. Von der Cocktailbar bis Spielen für Kinder – jeder brachte sich ein, wo er konnte. Auf dem Sportplatz wurde Bubbelball gespielt, in der Sporthalle hatten die Sportschützen eine Scatt-Schießanlage aufgebaut, eine Negerkusswurfmaschine sorgte genauso für Spaß, wie eine Fotobox. Marmelade, ein extra angefertigtes Kochbuch mit Geschichten aus dem Dorf und ein roter Elbrinxen-Tragebeutel wurden verkauft. Auf der Bühne tanzten die Brinxen-Girls, die Muskschule, der Posaunenchor und der Musikzug der Feuerwehr Bielefeld spielte und Kinderliedermacher herrH sorgte am Sonntag für ein volles Haus, genauso wie die Band 88 Miles, die am Samstagabend bis weit nach Mitternacht spielte.

Während das Wetter am Samstag kaum für Probleme sorgte, war der Sonntag von viel Regen geprägt. Trotzdem ließen sich die Menschen nicht verscheuchen. Spätestens als herrH bei trockenem Wetter auf der Bühne stand, war der Regen fast vergessen.

Dorfgemeinschaft aktiviert

Am Ende hieß es Bier und Cocktails leer und alle waren sich einig, dass die Entscheidung ein großes Fest zu feiern, richtig gewesen war. Mitorganisatorin Katrin Buhr war deshalb hoch zufrieden mit diesen zwei Tagen. „Die Veranstaltungen waren an beiden Tagen bestens besucht, Elbrinxen hat sich sehr authentisch darstellen können, und persönlich bin ich der Meinung, dass wir unserem Ziel, die Dorfgemeinschaft wiederzubeleben, ein gutes Stück näher gekommen sind“, sagte sie zum Ende.

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